Nachlese zur Fichkona 2017


Nachbericht der Sächsischen Zeitung vom 21.07.2017




Von Tino Meyer. Hier kommt schön das Gefühlt der Fichkona rüber.




MDR - Onlinebericht


Beobachtungen von MDR-Redakteur Matthias Vollmer zwischen Fichtelberg und Rochlitz.

Mal fix vom Fichtelberg zur Ostsee radeln



Das war die 20. Jubiläums-Fichkona 2017


Die 20. Fichkona vom 17.-18.06.2017

Strecke: 611 km
194 Starter (einer erst ab der 1. Verpflegung), 3 Aufgaben
Die Ostsee hat in Juliusruh ca. 16-17°C Badetemperatur

Zuerst ein bisschen Statistik mit den Gesamtfahrzeiten der einzelnen Gruppen:
Expressgruppe: 18:41 Stunden (und nachfolgende Grüppchen), 16 Teilnehmer
1. Gruppe: 21:31 Stunden, ca. 51 Teilnehmer*
2. Gruppe: 22:42 Stunden, ca. 58 Teilnehmer
3. Gruppe: 24:04, 24:16. 24:47 Stunden, ca. 53 Teilnehmer
4. Gruppe: 26:29 Stunden, 16 Teilnehmer (anfangs nur 6)

Das war er nun, der 20. Wahnsinnsritt seit 1998, wieder bestens vorbereitet, gewohnt familiär-authentisch, jedoch immer noch wild, verrückt und hart und eben unglaublich geil!
611 Kilometer im Sattel nonstop sind immer noch eine gewaltige Strecke für jeden Teilnehmer! Nahezu alle StarterInnen (9 Damen im Feld, mit der 16jährigen Johanna als überhaupt Jüngste, welche je die Fichkona komplett gefahren ist) erreichten glücklich und stolz das Ziel, manche mit feuchten Augen. Die Müdigkeit von einem berauschenden Gefühl überlagert, das beinahe Unmögliche (wieder einmal) geschafft zu haben! Das bei durchwegs trockenem Wetter nach 5 teilweise heftig verregneten Jahrgängen. Bei ca. 8°C und Wind und Wolken erfolgt der Start in 5 Gruppen ab 10 Uhr vom Fichtelberg. Eher normal für das Dach des Erzgebirges. Später dann angenehme Temperaturen gut über 20°C, jedoch bremst ein straffer Wind aus Nordwest auf den vielen freien Streckenabschnitten die flotte Fahrt. Nicht die optimalen Voraussetzungen für die Jagd auf eine neue Streckenbestzeit.
Auf dem ersten Viertel gibt es einige Stürze, deutlich mehr als in den Vorjahren, welche jedoch allesamt ohne ernste Folgen bleiben. Ein daraus folgender Rahmenbruch bedeutet für einen Teilnehmer jedoch schon in Chemnitz das Ende seiner vierten Teilnahme.
Mit Freude sehen wir auch, dass jedes Jahr mehr Freunde, Fans oder einfach nur Neugierige an der Strecke stehen und den Langstreckenhelden zujubeln.
Die Stadtdurchfahrt in Chemnitz ist eine stockenden Geschichte für sich, dann werden bis Grimma noch viele Hügel genommen, bis es endlich nahezu flach bis Potsdam rollt. Die Kradstaffel steht wieder bereit, denn die Fichkona ist eine feste Größe in deren Dienstplan und jede Gruppe bekommt ihre „blaue“ Stunde durch Potsdam. Die Stadt ist in diesem Jahr relativ ruhig. Durch McPom geht es wieder auf der Originalstrecke, ohne „Wild“-Überraschungen, dafür sorgt ein Raser für einen Schrecken, zum Glück nur, denn alles andere wäre nicht auszudenken.
Die Nacht ist klar, der Himmel hat im Norden immer einen hellen Schein und die Radlerbeine kurbeln ohne Unterlass – bis zum Kap Arkona!
Wo es auch 2018 wieder hingehen wird, denn wir machen weiter! Wir von der Crew haben ohne Fichkona zwar keine Langeweile, jedoch ist es so toll so viele glückliche Teilnehmer am Kap zu sehen!
Einer fragte schon in der Nacht nach dem Meldestart für 2018 „Ich falle sonst in ein Loch, ich brauche das Ziel!“ meinte er wohl nicht ganz ernst in müder Euphorie.

In diesem Jahr nur ein kurzer Rückblick, den Rest erzählen die Bilder!

Olaf
Oberfichkoni